Fragen und Antworten

Was bedeutet der Name p.ink door ?

Das Logo beschreibt die Idee, dass unsere Klientinnen in ihrer Lebensgeschichte ein "neues
Kapitel schreiben". Daher "p" für die "persönliche Geschichte" und "ink" (Tinte) für "ein
neues Kapitel schreiben." "door" steht für Türen, die zu neuen Lebenswegen führen.

Wie ist eure Haltung in der Sozialen Arbeit?

Wir arbeiten nach den Qualitätsstandards und der Berufsethik des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit e.V. (DBSH). Unsere Haltung ist dabei lebensweltorientiert und personenzentriert, indem wir jede Person als individuelle Expertin ihrer Geschichte und Situation verstehen. Zudem arbeiten wir mit einer systemischen, ressourcenorientierten Haltung.

Wie erreicht ihr eure Zielgruppe?

Primärer Zugang zu unserer Zielgruppe sind unsere Webseite, Social-Media-Plattformen,
Online Streetwork, Weiterempfehlungen oder Bekannte und FreundInnen.

Ein weiterer Zugang ist die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen in Berlin
und Deutschland (Streetwork- und Clearing-Organisationen, anderweitige Beratungsstellen,
Kliniken und Psychiatrien, deutschlandweites Schutzhausnetzwerk).

Warum richtet sich unsere Beratungsstelle nur an Frauen und weiblich gelesene Personen?

Women-only spaces (Räume und Orte, die nur für Frauen zugänglich sind) schaffen innere und äußere Sicherheit. Sie bieten einen geschützten Rahmen, in dem Klientinnen ohne Angst vor Bewertung, Machtgefällen oder erneuter Grenzverletzung sprechen können. Gerade für Betroffene von Gewalt oder sexualisierter Ausbeutung ist diese Sicherheit eine zentrale Voraussetzung für Stabilisierung. Frauen nutzen women-only Angebote nachweislich eher als gemischte Angebote. Der geschützte Rahmen senkt Hemmschwellen, insbesondere für Frauen mit Gewalterfahrungen, migrationsbedingten Barrieren oder Stigmatisierung. Dadurch wird frühzeitige Unterstützung überhaupt erst möglich.

Gibt es aktuelle Statistiken zu Prostitution?

Leider gibt es keine belastbaren Statistiken zur Prostitution in Deutschland. Die oft zitierte Schätzung von ca. 400.000 Prostituierten in Deutschland ist wissenschaftlich nicht belegt und es besteht ein dringender Forschungsbedarf.

Mir ist aufgefallen, dass ihr keine Gesichter auf Fotos zeigt oder die Adresse des Büros nicht genannt wird. Was sind die Gründe dafür?

Wir haben eine umfassende Anonymitätsrichtlinie, die MitarbeiterInnen und Klientinnen einschließt. Dies sind die Gründe für unsere Richtlinie:


Für Klientinnen:

1) Wir wollen unseren Klientinnen höchstmögliche Sicherheit gewährleisten.

2) Die Geschichten der Klientinnen sind nicht unsere Geschichten und sollen nicht für Zwecke wie z. B. allgemeines Fundraising genutzt werden.

3) Wir schützen die Identität der Klientinnen und respektieren ihre Privatsphäre. Sie entscheiden, mit wem sie ihre Geschichten teilen wollen.

4) Einige der Betroffenen befinden sich noch in Gefahr. Wir nehmen die subjektive Gefährdungseinschätzung jeder Frau sehr ernst. Für akut Betroffene sind sichere Orte sehr wichtig.


Für MitarbeiterInnen:

Die Sicherheit unserer MitarbeiterInnen hat oberste Priorität und wir wollen ihre Identität schützen und nicht einzelne MitarbeiterInnen über andere stellen.

Macht ihr aktiv politische Arbeit?

Nein. Als gemeinnütziger Verein liegt unser Fokus auf unseren Beratungs- und Hilfsangeboten. Wir sensibilisieren im Kontext von Prostitution, Menschenhandel und Zwangsprostitution für Menschenrechte, z.B. über Social Media oder Vorträge.

Wie ist die Rechenschaftspflicht von p.ink door e. V.?

p.ink door e. V. hat mehrere Ebenen der Rechenschaftspflicht:
Überprüfung der Gemeinnützigkeit vom Finanzamt für Körperschaften alle 3 Jahre sowie eine jährliche interne Rechnungsprüfung, Finanz- und Sachberichte an die Fördermittelgeber (jährlich), den Vorstand (monatlich) und die stimmberechtigten Mitglieder (jährlich).

Wie wird p.ink door e. V. finanziert?

Wir finanzieren uns durch Förderungen und private Spenden.

Wie kann ich mich engagieren?

Informiere dich! Recherchiere nach Literatur, Erfahrungsberichten und wissenschaftlichen Quellen.
Engagiere dich! Unterstütze uns ehrenamtlich oder durch eine Spende. Dein Beitrag hilft uns dabei, Frauen beraten und unterstützen zu können!

Bietet ihr Seminare an oder seid ihr bereit, p.ink door auf Veranstaltungen zu präsentieren?

Ja! Wenn Sie Interesse haben, eine Veranstaltung durchzuführen oder eine Referentin für ein
Seminar zu diesem Thema benötigen, kontaktieren Sie uns unter mail@pinkdoorberlin.org.